limɪn[ə]l flesh – Hybrid Bodies in Becoming
12.09. – 13.09.2026
Mitwirkende:Ya-Wen Fu, Ting-An Ying, Chen Shu-Ling, Daniel Romero Calderón, Orlando Helfer Rabaça, Gregor Pfeffer, Jan Möllmer, Olimpia Scardi, Sarah Schimke; Kuratorin: Peggy Schoenegge (peer to space)
Ort:St. Elisabeth-Kirche, Berlin
Adresse:Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Veranstalter:tamtamART TAIWAN
Eintritt:Freier Eintritt
In der Einzelausstellung limɪn[ə]l flesh untersucht die taiwanische Medienkünstlerin Ya-Wen Fu den menschlichen Körper im Spannungsfeld von Wahrnehmung, gesellschaftlichen Strukturen und Technologie. Drei performative Installationen verbinden Körper und Bewegung mit tragbaren Konstruktionen, Video, Klang, mechanischen Systemen und Künstlicher Intelligenz. Die Technologie greift dabei unmittelbar in die Bewegungen der Performenden ein: Sie zieht, verzögert oder beeinflusst körperliche Impulse. So entstehen Situationen zwischen selbstbestimmtem Handeln und Fremdsteuerung.
Die Ausstellung vereint drei Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen von Ya-Wen Fus künstlerischer Praxis. The Body in Which I Feel at Home (2024) setzt den Körper einer tragbaren Konstruktion aus Metallringen und Spannfedern aus. So Absurd! (2023) beschäftigt sich mit Identitätsverlust, Entwurzelung und Angst. In der neuen Arbeit The Unarrived Body (2026–2027, in Entwicklung) treffen Tanz, mechanische Steuerung, Echtzeitvideo, Klang und Künstliche Intelligenz aufeinander.
Beim anschließenden Book Launch von SO ABSURD! stellen Ya-Wen Fu und Peggy Schoenegge ihre Publikation vor, die Einblicke in ihren künstlerischen Arbeitsprozess gibt und sich durch einen AR-Zugang zu fortlaufend aktualisierten Animationen bis 2031 selbst über mehrere Jahre weiterentwickelt.
Der Titel limɪn[ə]l flesh beschreibt einen Zustand an der Schwelle – ein Dazwischen, in dem der Körper nicht als feste Form erscheint, sondern sich fortwährend verändert. Die Künstlerin fragt in ihrer Arbeit danach, wie Technologie und gesellschaftliche Strukturen unser Handeln beeinflussen und wo die Grenzen zwischen Kontrolle und Selbstbestimmung verlaufen.
Kuratiert von Peggy Schoenegge (peer to space)
Öffnungszeiten der Ausstellung: 12. September 15:00–22:00 Uhr; 13. September 12:00–18:00 Uhr, im Rahmen des Tags des offenen Denkmals
Live Performances am 12. September: 19:40 Uhr The Body in Which I Feel at Home / 20:05 Uhr So Absurd! / 20:40 Uhr The Unarrived Body / 21:00 Uhr Artist Talk und Book Launch SO ABSURD!
In Zusammenarbeit mit Daniel Romero Calderón, Orlando Helfer Rabaça, Ting-An Ying, Gregor Pfeffer, Jan Möllmer, Olimpia Scardi, Shu-Ling Chen und Sarah Schimke
Veranstaltet von tamtamART TAIWAN in Kooperation mit dem Kultur Büro Elisabeth. Unterstützt von Taiwan National Culture and Arts Foundation (NCAF), Hong Foundation und Department of Cultural Affairs, Taipei City. Mit Dank an DISTANZ und peer to space.
Text: Pressemitteilung des Veranstalters
Plakat: Ya-Wen Fu; Grafik: Chia-Chun Hung